Satzung des Vereins Patronatskirche - Kunst & Kultur Wölkau e. V.

§ 1 Name und Sitz

(1) Der Verein führt den Namen „Patronatskirche - Kunst & Kultur Wölkau e. V."

(2) Er hat den Sitz in der Gemeinde Schönwölkau Ortsteil Wölkau.

(3) Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

(4) Er erlangt seine Rechtsfähigkeit mit der Eintragung in das Vereinsregister des Amtsgerichtes Eilenburg.

§ 2 Zweck des Vereines

(1) Der Verein verfolgt ausschließlich, unmittelbar gemeinnützige Zwecke in Übereinstimmung mit dem Abschnitt „Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung in der jeweils gültigen Fassung.

(2) Er ist ein Zusammenschluss von Förderern, die Erhalt, Nutzung, Kultur und Kunst der Patronatskirche Wölkau befördern.

(3) Der Verein versteht sich als überparteiliche und überkonfessionelle Vereinigung und verfolgt eindeutig Ziele der Bildung und des Humanismus.

(4) Zu den Aufgaben des Vereines gehören insbesondere:

Für die Patronatskirche Wölkau in Abstimmung mit dem Eigentümer

  1. Erhaltung und Pflege der Bausubstanz durch vereinsübliche Pflegearbeiten;
  2. die kulturelle Nutzung;
  3. den dörflichen Zusammenhalt durch die Organisation von kulturellen Höhepunkten zu stärken;
  4. Feste und dörfliche Traditionen zu bewahren, zu beleben sowie kulturelle und die dörfliche Tradition bewahrende und befördernde Veranstaltungen des Dorfes, der Gemeinde bzw. der Kirche zu unterstützen;
  5. die offene Kinder - und Jugendarbeit zu unterstützen;
  6. die Geschichte von Wölkau zu dokumentieren und zu bewahren, zu erforschen und aufzuarbeiten und den Interessierten zu vermitteln.
  7. Würdigung des Lebens und des Werkes des Schriftstellers Christian Fürchtegott Gellert, insbesondere im engen Zusammenhang mit Wölkau, in Form von Ausstellungen und Veranstaltungen für die breite Öffentlichkeit.

§ 3 Selbstlosigkeit

(1) Der Verein ist selbstlos tätig und verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.

(2) Der Verein kann seine Erträge ganz oder teilweise einer Rücklage zuführen, wenn dies erforderlich ist, um seine satzungsgemäßen Zwecke nachhaltig erfüllen zu können.

(3) Etwaige Gewinne dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten auch keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft als Mitglieder auch keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.

(4) Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins entgegenstehen oder durch unverhältnismäßige Vergütungen begünstigt werden.

(5) Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zwecks fällt das Vermögen an die Gemeinde Schönwölkau die es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke zu verwenden hat.


§ 4 Mitgliedschaft

(1) Der Verein hat ordentliche und fördernde Mitglieder sowie Jugend- und Ehrenmitglieder. Diese können natürliche und juristische Personen sein. Ordentliche Mitglieder sind rechtsfähige bzw. nicht rechtsfähige Vereine und Einzelpersonen, die gemäß der Zweckbestimmung tätig werden. Über Aufnahme oder Ablehnung entscheidet nach schriftlichem Antrag der Vorstand. Ein Rechtsanspruch auf Aufnahme besteht nicht. Ehrenmitglieder können auf Grund ihrer Verdienste durch die Mitgliederversammlung, von allen stimmberechtigten Mitgliedern, ernannt werden.

(2) Ordentliche Mitglieder können alle Personen werden, die bereit sind, die Bestrebungen des Vereins zu unterstützen und vorbehaltlos die Satzung des Vereins anzuerkennen.

(3) Jugendliche müssen mit ihrem Antrag auf Aufnahme die schriftliche Genehmigung der Eltern oder des Vormundes vorlegen.

(4) Die Mitgliedschaft erlischt:

  1. bei natürlichen Personen durch Tod, bei juristischen Personen durch Auflösung;
  2. durch Austritt, der dem Vorstand schriftlich zum Schluss des Quartals, spätestens 14 Tage vorher, angezeigt wurde;
  3. durch Ausschluss durch den Verein wenn Mitglieder das Ansehen des Vereins geschädigt haben oder trotz wiederholter Mahnung ihrer Beitragspflicht nicht nachgekommen sind;
  4. der Ausschluss erfolgt durch Vorstandsbeschluss. Er ist dem Betroffenen unter Angabe der Gründe schriftlich mitzuteilen. Gegen den Ausschluss kann die Mitgliederversammlung angerufen werden.

§ 5 Mitgliedsbeiträge

(1) Der Mitgliedsbeitrag wird durch die Mitgliederversammlung festgesetzt. In Härtefällen kann der Vorstand auf schriftlichen Antrag den Beitrag ermäßigen oder erlassen. Jugendliche ohne eigenes Einkommen sind nicht Beitragspflichtig.

(2) Ehrenmitglieder sind beitragsfrei.

(3) Er ist bis zum Ende des I. Quartals zu entrichten.

(4) Die zur Erreichung des Vereinszweckes erforderlichen Mittel werden aufgebracht durch:

  1. Mitgliederbeiträge 
  2. öffentliche Zuschüsse
  3. Sammlung, Spenden und Zuwendungen jeglicher Art.

§ 6 Rechte der Mitglieder

(1) Ordentliche Mitglieder sind berechtigt, an den Mitgliederversammlungen teilzunehmen, Anträge zu stellen und an Abstimmungen und Wahlen durch Ausübung ihres Stimmrechtes mitzuwirken. Soweit sie das 18. Lebensjahr überschritten haben, sind sie auch wählbar. Mitglieder bis 16 Jahre besitzen in der Mitgliederversammlung kein Stimmrecht.

(2) Alle Mitglieder haben das Recht, sämtliche durch die Satzung gewährleisteten Einrichtungen zu benutzen.

(3) Jedem Mitglied, das sich durch eine Anordnung eines Vorstandsmitgliedes, eines vom ihm bestellten Organs, eines Schriftführers in seinen Rechten verletzt fühlt, steht das Recht der Beschwerde an den Vereinsvorstandes zu.

(4) Die Mitgliederrechte ruhen, wenn ein Mitglied länger als 6 Monate seinen finanziellen Verpflichtungen im Rückstand bleibt, bis zur Erfüllung.

§ 7 Pflichten der Mitglieder

Die Mitglieder des Vereins sind verpflichtet:

  1. den Verein in seinen kulturellen und fördernden Verpflichtungen zu unterstützen,
  2. den Anordnungen des Vorstandes und der von ihm bestellten Organe in allen Vereinsangelegenheiten Folge zu leisten,
  3. die Beiträge pünktlich zu bezahlen und
  4. das Vereinseigentum schonend und pfleglich zu behandeln.

§ 8 Organe

Organe des Vereines sind:

  1. die Mitgliederversammlung
  2. der Vorstand

§ 9 Mitgliederversammlung

(1) Das höchste Organ des Vereins ist die Mitgliederversammlung. Die setzt sich aus allen Mitgliedergruppen zusammen. Stimmberechtigt sind die ordentlichen Mitglieder. In der Mitgliederversammlung hat jedes Mitglied eine Stimme. Jugendmitglieder (§ 6 Absatz 1) sind nicht stimmberechtigt. Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit gefasst. Bei Stimmengleichheit gilt der Antrag als abgelehnt. Bei allen Versammlungen ist ein Protokoll zu führen, das von dem Versammlungsleiter und dem Schriftführer zu unterzeichnen ist.

(2) Die ordentliche Mitgliederversammlung findet einmal im Jahr statt. Außerordentliche Mitgliederversammlungen sind durchzuführen, wenn dies im Interesse des Vereins erforderlich ist oder wenn wenigstens ein Viertel der Vereinsmitglieder dies schriftlich unter Angabe von Gründen vom Vorstand verlangt.

(3) Die Mitgliederversammlung ist mit einer Frist von 7 Tagen schriftlich vom Vorstand unter Beifügung einer vorläufigen Tagesordnung einzuberufen.

(4) Anträge zur Mitgliederversammlung müssen spätestens einen Tag vor dem Versammlungstag beim Vorstand eingehen.

(5) Durch Beschluss der Mitgliederversammlung wird die Tagesordnung, die ergänzt oder geändert werden kann, beschlossen.

(6) Zum Widerruf des Ausschlusses von Mitgliedern durch den Vorstand und zur Auflösung des Vereins ist eine Mehrheit von drei Vierteln der abgegebenen gültigen Stimmen erforderlich. Eine Satzungsänderung kann nur in einer ordentlichen Mitgliederversammlung mit drei Vierteln Mehrheit beschlossen werden. Die Änderungsanträge müssen mit der Einladung zu der Versammlung allen Mitgliedern mit einer Frist von mindestens zwei Wochen zur Kenntnis gebracht werden. Schriftliche Stimmabgaben bei begründeter Abwesenheit sind zulässig und vor Versammlungsbeginn dem Vorstand vorzulegen.

(7) Aufgaben der Mitgliederversammlung sind:

  1. den Bericht des Vorstandes und des Kassenprüfers über das Geschäftsjahr entgegen- zunehmen,
  2. Grundsatzbeschlüsse im Rahmen des Satzungszweckes (§2) zu fassen,
  3. den Mitgliedsbeitrag festzusetzen
  4. über die Entlastung des Vorstandes und des / der Rechnungsführer /in zu befinden,
  5. Ehrenmitglieder zu ernennen,
  6. über sonstige Anträge und Angelegenheiten zu beschließen,
  7. den Vorstand (§ 8, 10) sowie zwei Kassenprüfer zu wählen.


§ 10 Vorstand

(1) Die Geschäfte des Vereins führt der Vorstand, der sich zusammensetzt aus dem Ersten Vorsitzenden Zweiten Vorsitzenden Rechnungsführer Schriftführer und bis zu 3 Besitzern. Vorstand im Sinne des § 26 BGB sind die Vorsitzenden. Im Rechtsverkehr wird der Verein durch den 1. oder 2. Vorsitzenden vertreten. Die Wahl des Vorstandes findet einzeln in geheimer Abstimmung statt, es sei denn die Mitgliederversammlung beschließt a u f A n t r a g mit einer Mehrheit von 2/3 der abgegebenen Stimmen etwas anderes.

(2) Die Vorstandsmitglieder werden alle fünf Jahre von der Mitgliederversammlung gewählt. Wiederwahl ist zulässig. Sie bleiben bis zur Neuwahl im Amt.

(3) Die Vorstandsmitglieder sind ehrenamtlich tätig. Sie erhalten ausschließlich ihre notwendigen Auslagen erstattet.

§ 11 Kassenprüfung

(1) Die Rechnungsprüfer, welche dem Vorstand nicht angehören dürfen, prüfen nach Ende des Geschäftsjahres die Bücher und die Kasse des Vereins. Sie erstatten Bericht darüber an den Vorstand und die Mitgliederversammlung. Sie können unabhängig von der Jahresprüfung unangekündigte Zwischenprüfungen vornehmen.

(2) Die Rechnungsprüfer und deren Vertreter werden auf jeweils fünf Jahre von der Mitgliederversammlung gewählt. Wiederwahl ist zulässig.

§ 12 Satzungsänderungen

(1) Satzungsänderungen erfordern die Zustimmung von 3/4 der auf der Mitgliederversammlung vertretenen Stimmen.

(2) Die Änderung des Vereinszweckes und der Verwendung des Vereinsvermögens erfordern die Zustimmung 3/4 der eingetragenen Mitglieder.

(3) Soweit die Satzungsänderung die Zwecke des Vereines oder seine Vermögensverwendung betrifft, ist vor der Beschlussfassung die Einwilligung des Finanzamtes einzuholen.

(4) Der Vorstand hat das Recht, etwaige redaktionelle Satzungsänderungen, die vom Vereinsregister oder vom Finanzamt gewünscht werde, selbstständig ohne erneute Befragung der Mitgliederversammlung vorzunehmen. Die Mitglieder sind auf der nächsten Mitgliederversammlung vom Vorstand davon in Kenntnis zu setzen.

§ 13 Auflösung des Vereins

(1) Die Auflösung des Vereines kann nur in einer zu diesem Zweck besonders einberufenen Mitgliederversammlung mit einer Dreiviertelmehrheit der vertretenen Stimmen beschlossen werden.

(2) Siehe § 3 Abs. 5

§ 14 Inkrafttreten

Diese Satzung wurde 28. August 2014 beschlossen. Sie tritt am Tage des Eintrages in das Vereinsregister in Kraft.